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Shell News

Peter Voser: „Unser Energiesystem benötigt alle Rohstoffe“

„Noch auf lange Zeit wird unser Energiesystem alle Rohstoffe brauchen, um den enormen Bedarf an Energie decken zu können – also auch Öl und Gas“. Das erklärte Peter Voser, ehemaliger Chief Executive Officer der Royal Dutch Shell, bei einem Gespräch der Notenstein-Bank in der Schweiz. Die Bank sowie die Notenstein-Akademie hatten am 19. März nach Zürich eingeladen, um über Shells Energieszenarien zu debattieren.

Voser sagte weiterhin, das „die konventionellen Energieträger noch für lange Zeit und weltweit den größten Teil der Energieversorgung decken werden“.

„Für den richtigen Mix der unterschiedlichen Energien sollten wir vor allem in Europa auf eine Kombination der Erneuerbaren Energien mit demjenigen Energieträger setzen, dessen Reichweite groß ist und der die vergleichsweise niedrigste Belastung des Umwelt- und Klimasystems unserer Erde darstellt: Gas“.

Voser führte aus, dass die Ressourcen noch lange Zeit zur Verfügung stünden. Die Frage sei aber, welcher Einsatz von fossilen Kohlenwasserstoffen gesellschaftlich verantwortbar ist, und welche Alternativen bereit stehen: „Was können wir Menschen kurzfristig tun, um diese Herausforderung der Kohlendioxid-Emissionen anzunehmen?“ Er ging in seinen Ausführungen der Frage nach, auf welche Weise die Staaten einerseits den steigenden Energiehunger der Welt befriedigen können, ohne aber andererseits das Problem des Klimawandels zu ignorieren.

Voser, CEO des Unternehmens von 2009 – 2013, machte sich vor allem für eine größere Rolle von Erdgas im Energiesystem stark - als Bestandteil eines intelligenten Energiemixes zusammen mit erneuerbaren Energien und bei gleichzeitiger unterirdischer Speicherung von CO2.

Peter Voser: „Mehr Gas im europäischen Kraftwerksektor bedeutet erheblich weniger Emissionen. Denn  Gaskraftwerke emittieren nur halb so viel CO2 wie Kohleanlagen“. Er befürchte aber, dass die europäischen Staaten diese Problematik und ihre Konsequenzen noch nicht genügend erkannt haben: „Und so droht das Energiesystem zunehmend unflexibel und teurer zu werden“.